Wo ist er denn, der Weg? Erhalt der biologischen Lebensräume beginnt am Weg

(Pressemitteilung der Grüne Fraktion) „Wollen wir Kleintiere und Insekten schützen, da sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des biologischen Gleichgewichts leisten, müssen wir ihre Lebensräume erhalten und neue für sie schaffen.“ führt Katrin Schleenbecker für die GRÜNE Fraktion in Heuchelheim aus.

Geht man durch unsere Feldlandschaften, fällt einem immer mehr auf, dass Landwirtinnen und Landwirte in den vergangenen Jahren dazu übergegangen sind, ihre Ackerflächen zu vergrößern. Grund ist der seit Jahren steigende wirtschaftliche Druck und die größer werdenden eingesetzten Maschinen. Das führt dazu, dass dort, wo früher noch Feldwege und unbewirtschaftete Streifen am Wegesrand lagen, heute jeder Zentimeter für den Ackerbau genutzt wird. Diese Veränderungen gehen zu Lasten der biologischen Vielfalt, denn gerade blühende Wegesränder sind wichtige Strukturen in der freien Landschaft, da sie Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere sind. Intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten diesen Tieren meist nicht genug Abwechslung oder Rückzugsräume. Gerade als Lebensräume für Feldhasen und bodenbrütende Vögel dürfen sie nicht ohne Genehmigung der Naturschutzbehörden beseitigt werden .

„Unsere in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Heuchelheim angenommene Anregung, bei der Neuanlage des Weges hinter dem Gelände der Firma Schunk einen Blühstreifen für Bienen und Insekten anzulegen, kann nur ein erster Schritt sein.“ so Schleenbecker weiter. „Wir müssen weiterhin schauen, wo Rückzugsflächen für Kleintiere und Insekten wegefallen sind und dafür einen Ausgleich schaffen.“

Ihr Fraktionskollege Stephan Henrich ergänzt: „In diesem Jahr werden wir als Fraktion einen unserer politischen Schwerpunkte auf dieses Thema legen und gemeinsam mit Parlament, Bevölkerung, Naturschutzverbänden und Landwirtschaft nach Möglichkeiten schauen, wie wir gemeinsam dem Rückgang der Insektenpopulationen vor Ort begegnen können.“ Geplant dafür sind Anträge im Parlament und Begehungen der Feldlandschaften gemeinsam mit den beteiligten Akteuren und der interessierten Bevölkerung, sowie ein Informationsstand um darüber zu aufzuklären, wie jede und jeder im eigenen Umfeld mit kleinen Maßnahmen dazu betragen kann, dem Bienen- und Insektensterben entgegen zu wirken.

 

V.i.S.d.P.

Katrin Schleenbecker

Nelkenstraße 41

35452 Heuchelheim

 

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