Umwelt
Eine intakte Umwelt und der Schutz der Natur sind wesentliche Grundlagen für das Leben der Menschen.
Der Kampf gegen den Klimawandel und für die Erhaltung und Entwicklung von Natur und Landschaft sind seit langem wesentliche Elemente GRÜNER Politik.
Erzeugung regenerativer Energie: Alle Möglichkeiten zur Nutzung von regionalen und nachhaltig erschließbaren Energiepotentialen sind zu nutzen. Unsere Initiative aus dem Jahr 2007 zur Errichtung einer Biomasseanlage sollte in der interkommunalen Kooperation wieder aufgegriffen werden.
Energieversorgung: Wir setzen uns dafür ein, alle Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung zu nutzen. Eine zentrale Energieversorgung im Neubaugebiet Bölz sollte selbstverständlich sein.
Energieeinsparung: Maßnahmen zur Wärmedämmung an allen kommunalen Gebäuden sind für uns selbstverständlich. Fördermöglichkeiten für private Gebäudeeigentümer sind zu prüfen. Wir halten die Einrichtung eines Energiebeirats weiterhin für wünschenswert. Mit der Aufstellung eines Energiekatasters könnte der Energieverbrauch ermittelt und Maßnahmen zur Energiereduzierung geplant werden.
Lahnpark: Wir sehen die Planungen für eine vermeintliche „Aufwertung“ der Lahnaue zwischen Gießen und Wetzlar kritisch und warnen vor Veränderungen zu Lasten des Naturschutzes in dem ökologisch wertvollen Bereich.
Es gibt keinen Grund, weitere Maßnahmen durchzuführen als diejenigen, die in der 2007 beschlossenen Machbarkeitsstudie genannt werden. Das FFH-Gebiet Lahnaue soll nicht durch ausgeweitete Outdoor-Aktivitäten belastet werden.
Bölz: Auch wegen der wegfallenden Streuobstbestände und der Zerstörung von Lebensräumen für geschützte Vogelarten tun wir uns schwer mit dem Baugebiet auf der Bölz.
Wir werden die weitere Entwicklung des Baugebiets Bölz kritisch begleiten und uns dafür einsetzen, dass alle gemeindlichen Baugrundstücke für die Errichtung von Nullenergiehäusern oder Gebäuden mit Nahwärmeversorgung veräußert werden. Sozial-innovative Standards (z. B. Mehrgenerationenlösung) sollten bei der Grundstücksvergabe angewendet werden. Vor Allem ist der Verzicht auf den 2. Bauabschnitt zu prüfen.
Vorrangig vor Neubaugebieten möchten wir eine qualitätvolle und sozialgerechte Innenentwicklung unserer Gemeinde fördern und beispielsweise die auf dem Rinn&Cloos-Gelände vorhandenen Potentiale nutzen.
Abendsterngelände: Es ist weiterhin ungeklärt, welche Altlasten sich in dem Bereich der ehemaligen Deponie und der Aufschüttungen befinden.
Gemeinsam mit den zuständigen Behörden wollen wir dringend einen Weg suchen, um Umweltschäden zu mindern, gegebenenfalls notwendige Sanierungen durchzuführen und eine zusätzliche industrielle Bebauung zu verhindern. Dauerhafte Begrünung und eventuelle Errichtung eines Solarparks sind nach einer Sanierung die mittelfristigen Ziele.
Landwirtschaft: Wir halten eine Unterstützung der heimischen Landwirte bei der Direktvermarktung für sinnvoll. Ein runder Tisch könnte zur Konfliktlösung beitragen, etwa bei Nutzungskonflikten in der Lahnaue, bei verdreckten Feldwegen oder Gülle-Gestank.
Mobilfunk-Kataster: Wir setzen uns für die Erstellung eines Mobilfunk-Katasters in Heuchelheim ein, in dem alle Standorte von Sendeanlagen und deren Leistung aufgelistet sind.
Naturschutz: Wir begrüßen die Pflegemaßnahmen im Geschützten Landschaftsbestandteil „ehemalige Kanonenbahn“. Wir sind aber gegen eine Vermarktung von Ökopunkten.
Die Anregungen des NABU zur weiteren Bieberbach-Renaturierung unterstützen wir ebenso wie die Idee von Obstbaum-Patenschaften zur besseren Pflege und Verwertung des heimischen Streuobstes. Darüber hinaus soll ein Beratungsangebot zu Erhalt und Pflege innerörtlicher Bäume durch den Umweltbeauftragten der Gemeinde eingerichtet werden.
Die Rallye-Veranstaltung rund um den Roller-Markt ist sofort abzuschaffen.
